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Walserbus neu
Walserbus 203X
Gemeinde Mittelberg stellt Weichen für den Walserbus der Zukunft

Die Gemeindevertretung Mittelberg hat sich im Rahmen einer Klausur am 16. Juni 2026 intensiv mit der zukünftigen Entwicklung des Walserbus beschäftigt. Ziel der Klausur war es, die Grundlagen für die Mobilität der kommenden Jahre zu diskutieren und rechtzeitig die Weichen für ein zukunftsfähiges, leistungsstarkes und umweltfreundliches Bussystem im Kleinwalsertal zu stellen.

Der Walserbus ist seit vielen Jahren ein Erfolgsmodell. Seit seiner Einführung hat sich das Angebot deutlich weiterentwickelt, die Zahl der Fahrgäste ist stark gestiegen. Heute nutzen rund fünf Millionen Fahrgäste pro Jahr den Walserbus. Damit ist er nicht nur ein wichtiges Angebot für Gäste und Einheimische, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zur Entlastung der Straßen und zur Sicherung der Lebens- und Aufenthaltsqualität im Tal.

Wie bedeutend der Walserbus für das Verkehrsaufkommen ist, zeigen aktuelle Auswertungen eindrucksvoll. An einem stark frequentierten Wintertag wurden an der Breitachbrücke rund 8.500 Fahrgäste im Walserbus gezählt. Ohne dieses Angebot wären mehrere tausend zusätzliche Autofahrten im Tal zu erwarten. Der Walserbus ist damit ein zentraler Baustein dafür, dass Mobilität im Kleinwalsertal auch bei hoher Auslastung funktioniert.

In der Klausur wurde auch der Blick zurück mit einem klaren Blick nach vorne verbunden. Die positive Entwicklung des Walserbus soll gesichert und konsequent weitergeführt werden. Gleichzeitig verändern sich die Rahmenbedingungen: Klimaschutz, Lärmminderung, Aufenthaltsqualität, moderne Mobilitätsangebote und die Erwartungen der Gäste gewinnen weiter an Bedeutung. Gerade für ein Tal, das sich mit Naturerlebnis, Qualität und nachhaltigem Tourismus positioniert, ist ein leistungsfähiger und emissionsarmer öffentlicher Verkehr ein wichtiger Bestandteil der Gesamtstrategie.

Ein wesentlicher Teil der Klausur war die Betrachtung möglicher Alternativen. Dabei wurden insbesondere Seilbahn- und Bahnlösungen angesprochen. Eine Seilbahn kann in bestimmten Situationen Vorteile haben, etwa beim Überwinden von Hindernissen oder bei touristischen Ergänzungen. Für die Hauptachse des Kleinwalsertals wurde sie jedoch nicht als bessere Lösung bewertet. Zu erwarten wären längere Wege zu den Stationen, weniger Direktverbindungen und für viele Fahrgäste längere Reisezeiten. Auch eine Bahn- oder Tunnellösung wurde als langfristige Idee betrachtet, wäre aber mit sehr hohen Kosten, langen Planungszeiträumen und großen infrastrukturellen Herausforderungen verbunden.

Die klare Schlussfolgerung der Klausur lautet daher: Der Bus bleibt für die kommenden ein bis zwei Jahrzehnte das Rückgrat der Mobilität im Kleinwalsertal. Innerhalb dieses Systems wird der Elektrobus beziehungsweise ein emissionsfreier Busbetrieb aus heutiger Sicht zur zentralen Zukunftslösung. Er verbindet die notwendige Leistungsfähigkeit im Tal mit den Anforderungen an Klimaschutz, Lärmreduktion und moderne Mobilität.

Diese Entwicklung wird nicht nur durch touristische und ökologische Ziele getragen, sondern auch durch gesetzliche Vorgaben. Europäische und nationale Regelungen führen dazu, dass emissionsarme und emissionsfreie Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr künftig deutlich an Bedeutung gewinnen. Auch die Hersteller richten ihre Fahrzeugentwicklung zunehmend darauf aus. Der klassische Dieselbus wird dadurch in den kommenden Jahren schrittweise an Bedeutung verlieren. Für die Gemeinde ist es daher wichtig, rechtzeitig auf eine zukunftsfähige Fahrzeug- und Infrastrukturstrategie hinzuarbeiten.

Die Zeitachse ist dabei ein entscheidender Faktor. Die Klausur machte deutlich, dass die Vorbereitungen frühzeitig erfolgen müssen. Bis Mitte 2027 sollen zentrale Grundlagen geklärt und Varianten vertieft geprüft werden. Im ersten Halbjahr 2028 müssen wesentliche Entscheidungen und Planungen so weit vorbereitet sein, dass die Umsetzung für die neue Betriebsphase ab 2031 realistisch möglich bleibt. Der Blick reicht dabei nicht nur bis 2031, sondern bis in die Jahre 2040 und darüber hinaus.

Zu den zentralen Themen der nächsten Monate zählen die Ausarbeitung eines Zielbildes für den Walserbus 203X, die Prüfung geeigneter Antriebstechnologien, Fragen der Lade- und Betriebsinfrastruktur, die künftige Qualität des Angebots sowie die Einbindung relevanter Partner. Auch mögliche Standorte für notwendige Infrastruktur werden näher zu betrachten sein.

Die Gemeinde wird den weiteren Prozess strukturiert aufsetzen. Vorgesehen sind eine fachliche Vertiefung, die Einbindung einer Kerngruppe Walserbus 203X, laufende Informationen in den zuständigen Gremien sowie eine transparente Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit. Eine Projektseite auf der Website der Gemeinde soll künftig über wesentliche Schritte informieren.

Bürgermeister Joachim Fritz betonte, dass der Walserbus ein zentraler Erfolgsfaktor für das Kleinwalsertal sei. Jetzt gehe es darum, dieses Erfolgsmodell rechtzeitig weiterzuentwickeln und an die Anforderungen der kommenden Jahre anzupassen. Der Walserbus soll auch künftig ein verlässliches, attraktives und nachhaltiges Mobilitätsangebot für Gäste, Bevölkerung und Betriebe im Tal bleiben.

Die Klausur war damit der Auftakt für einen vertieften Planungsprozess. Ziel ist es, den Walserbus als Rückgrat der Mobilität zu sichern und ihn Schritt für Schritt zu einem modernen, emissionsfreien und zukunftsfähigen Mobilitätsangebot weiterzuentwickeln.

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