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Fachgruppe Kultur & Brauchtum
Das Wichtigste in Kürze
ÜBER UNS

Die 13 Mitglieder der FG Kultur und Brauchtum kommen aus sehr unterschiedlichen, bunt gemischten beruflichen und persönlichen Hintergründen. Wir möchten das breite Spektrum der Bevölkerung im Kleinwalsertal vertreten: Tradition & Brauchtum, zeitgenössische Kunst & Kultur, mit Offenheit für neue Ideen und Impulse.

AKTUELLES

Bei dem Projekt „Das offene Tal“ werden die Arbeiten von Christina Elsässer und Paula Weil im öffentlichen Raum ab September 2026 für sechs Monate gezeigt.

Bekanntgabe der Orte und das Datum der Eröffnung folgen.
Eine Initiative von Mathias Kessler.

NÄCHSTE PROJEKTE

Die Winterarbeiten von Bergbauern und Bergbäuerinnen werden im Guckloch, im ehemaligen Museumsgebäude in Riezlern, gezeigt. Zu sehen sind historische Bilder und Objekte, zu hören ist aus den Tagebucheinträgen von Friedrich Mathies. – ab Oktober 2026.
Eine Initiative von Manuel Riezler.

Christina Elsässer
Den Bergen so nah

Christina Elsässer ist im Kleinwalsertal aufgewachsen und beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit der Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Dabei interessiert sie besonders, wie sich Landschaften durch menschliche Nutzung verändern und welche unterschiedlichen Bedeutungen Natur für uns haben kann.

Für ihre aktuelle Arbeit setzt sie sich mit den Bergen des Kleinwalsertals auseinander. In einer Serie von Kohlezeichnungen entstehen Darstellungen heimischer Landschaften und Details. Die Kohle steht dabei für Vergänglichkeit, Fragilität und Veränderung. Ergänzungen aus goldener Tusche setzen einen bewussten Kontrast. Gold kann einerseits für die Wertschätzung und Schönheit der Natur stehen, gleichzeitig aber auch für ihren wirtschaftlichen Wert und ihre touristische Nutzung.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich das Kleinwalsertal gleichzeitig als Heimat, Naturraum und touristischer Wirtschaftsraum verstehen lässt. Dabei geht es nicht darum, Tourismus grundsätzlich zu bewerten, sondern unterschiedliche Aspekte und Entwicklungen sichtbar zu machen.

Als mögliche Erweiterung sollen aktuelle Tourismus- und Mobilitätsdaten, beispielsweise vom Walserbus oder von den Bergbahnen, live oder simuliert in die Arbeit einbezogen werden. Eine digitale Animation der Daten soll die Nutzung und Veränderung des Lebensraums unmittelbar erfahrbar machen.

Christina Elsässer ging aufs Gymnasium Sonthofen und studiert derzeit Kunst und Multimedia an der LMU München mit dem Nebenfach Medieninformatik. Durch die Verbindung von klassischer Zeichnung, digitalen Medien und Programmierung verbindet sie künstlerische und technische Arbeitsweisen.

Paula Weil
Mich interessieren Menschen

– nicht als Porträts einzelner Persönlichkeiten, sondern als Teil eines gemeinsamen Moments. Cafés sind für mich Orte, an denen sich das Leben beobachten lässt. Gespräche kreuzen sich, Menschen kommen und gehen, Beziehungen entstehen für einen kurzen Moment. Hier entstehen kleine Szenen des Zusammenlebens: Gespräche, Blicke, Gesten, Momente des Wartens oder der Nähe. Genau diese flüchtigen Augenblicke halte ich in meinen Skizzen fest.

Auf meinen Reisen habe ich Menschen und Orte in unterschiedlichsten Kulturen kennengelernt. Das Zeichnen wurde dabei zu meiner Art, diese Momente aufzunehmen. Oft verbrachte ich mehrere Stunden an einem Ort – beobachtend, skizzierend und gleichzeitig selbst Teil des Geschehens. Diese intensive Form der Aufmerksamkeit ließ mich Orte bewusster wahrnehmen. Jede Zeichnung ist deshalb nicht nur eine Beobachtung, sondern auch eine besondere Weise den Moment zu verinnerlichen.

Die Menschen, die in einer Zeichnung gemeinsam zu sehen sind, waren jedoch meist nie gleichzeitig dort. Während meiner langen Aufenthalte verändert sich die Szenerie ständig: Menschen kommen, verweilen und machen wieder Platz für den nächsten. In meinen Arbeiten überlagere ich diese verschiedenen Zeitpunkte zu einem einzigen Bild. So entstehen verdichtete Momentaufnahmen eines Ortes – lebendiger, voller und gemeinschaftlicher, als sie zu einem einzelnen Augenblick jemals sein könnten. Mich interessiert dabei weniger die dokumentarische Wirklichkeit als die Atmosphäre eines Ortes, die sich erst über die Zeit entfaltet. Meine erlebte Wahrnehmung.

Bisher habe ich meine Arbeiten weder ausgestellt noch in einem größeren Rahmen präsentiert. Diese Einreichung ist daher für mich der erste Schritt, meine sehr persönliche Form des Beobachtens mit anderen zu teilen. Ich wünsche mir, dass die Zeichnungen dazu einladen, den Blick zu entschleunigen und die Schönheit in den unscheinbaren Momenten des Alltags neu zu entdecken.

Paula Weil I Geboren am 26. Mai 1998 I aus Stuttgart I Deutschland. Aufgewachsen in einem Lehmhaus und dem
Restaurierungsatelier des Vaters, in einem kreativen und lebendigen Umfeld. Ausbildung: Technisches Gymnasium
2017. Bachelor of Arts in Architektur I Hochschule für Technik Stuttgart I Abschluss 2022. Best Of 2018 + 2020 + 2022. Master in Architektur I Masterarbeit „Alltägliches Zusammenleben“ – Ein neues Quartier in einem leer stehenden Gefängnisses in Landshut. Auseinandersetzung mit dem Thema: Gemeinschaft. Die theoretische Arbeit auf der oberen Gemstelhütte geschrieben 2025. BaseHabitat in Linz I Abschluss 2026.
Praktische Erfahrungen: treide architekten BDA I Schulpraktikum 2012. ISA Internationales Stadtbauatelier I Werkstudentenjob I 2019. Auslandssemester I Erasmus I
Rumänien, Timisoara I WS 2020/2021. Studio cross scale, Architekturbüro Stuttgart I 2021+2022 1.Preis IBA‘27 Städtebaulicher Realisierungswettbewerb Uhingen 2022. Mit BaseHabitat in Afrika I Research Reise I 2022. Bauen
eines als Pavillon in Portugal 2023 mit Knu.ko Kollektiv I Selbstorganisiertes Student:innen Projekt I supported by culture Move Europe. thailand I Baupraxis I 2023/2024
Heute arbeite ich in der Cantina Vertical

Seit meinem 15. Lebensjahr begleitet mich eine Straßenhündin aus Rumänien. Eine treue Reisebegleiterin und ruhige
Beobachterin von jedem Treiben.

Mitglieder der Fachgruppe
13 von 13
Unser Selbstverständnis

Die Gemeinde Mittelberg — und das gesamte Tal — lebt nicht nur von Natur und Tourismus, sondern stark auch von sozialem Miteinander, Identität und Gemeinschaft. Unsere Fachgruppe möchte dazu beitragen, dass Kultur und Brauchtum nicht nur Erinnerung sind — sondern lebendig, modern und inklusiv erlebt werden können.
Unsere Überzeugung: wenn Kultur mit Offenheit, Vielfalt und Gemeinschaftsgeist gestaltet wird, bereichert sie unser Tal.

Wir verstehen Kunst und Kultur als verbindendes Element zwischen Generationen, Herkunftskulturen, Tradition und Moderne. Wir schaffen Räume, in denen Begegnung, Verständnis und Gemeinschaft wachsen können.

Kodex

Mitmachen. Wir leben Kultur gemeinsam und laden alle zum aktiven Beitrag ein.
Mitgestalten. Neue Ideen und Traditionen entwickeln wir gemeinsam weiter.
Miteinander reden. Offen, respektvoll und auf Augenhöhe.
Mitverantworten. Wir tragen gemeinsam Verantwortung für unser kulturelles Erbe und dessen Zukunft.
Miteinander verbinden. Kultur schafft Begegnung – zwischen Generationen, Hintergründen und Ideen.

Zielbild

Unsere Fachgruppe sieht sich als Brücke zwischen traditioneller Walser Kultur und gelebtem Brauchtum und zeitgemäßen kulturellen und künstlerischen Impulsen. Konkret wollen wir:

  • Das Erbe der Walser und die kulturelle Identität unserer Gemeinde bewahren — etwa durch Unterstützung der bestehenden Vereine im Bereich Musik, Tracht, Brauchtum, Foto- und Kulturarbeit.
  • Kunst und Kultur als lebendigen Teil des Alltags fördern — nicht nur bei großen Anlässen, sondern durch regelmäßige, niedrigschwellige Angebote für alle Altersgruppen (Jung & Alt).
  • Kurzfristige Impulse setzen — z.B. Veranstaltungen, Ausstellungen, Kunst im öffentlichen Raum etc.
  • Langfristige Initiativen entwickeln — an erster Stelle steht hier die Entwicklung eines physischen Ortes für Kultur, darüber hinaus aber auch Projekte zur Stärkung der Walser Identität, Kooperationen mit anderen Kulturinstitutionen etc.
Was wir bisher umgesetzt haben

Juli 2026 | Die Theatergruppe Café Fuerte spielte ihr Stück „Bretter vor dem Kopf“ auf der Terrasse des Hotel Montanas in Riezlern (12. Juli 2026).*
Das von der Regisseurin Danielle Fend-Strahm und dem Autor & Schauspieler Tobias Fend gegründete Tourneetheater zeichnet sich durch absurd-witzige, gesellschaftskritische Stücke an ungewöhnlichen Orten aus. Dieses Stück beschäftigt sich mit dem Klimawandel und den Folgen für unsere alpine Regionen.

März 2026 | Die Fassade am ehemaligem Museumsgebäude Richtung Gemeindeplatz kann als Ausstellungsfläche für Kunst genutzt werden.
Es werden Hacken für die Befestigung von Meshbannern angebracht.
Bei Interesse wende dich bitte an die Fachgruppe.

Ausstellung Heimat kehrt zur Heimat wieder auf dem Gemeindeplatz in Riezlern und im Landtagsfoyer in Bregenz.
Die Ausstellung behandelt die Wiedervereinigung der Gemeinde Mittelberg mit Vorarlberg am 20. September 1945. Während des Nationalsozialismus wurde das Tal im Juli 1938 dem Gau Schwaben angegliedert.

Bring dich ein
Kultur lebt von uns mit uns allen!

Du bist selbst kulturell oder künstlerisch tätig?
Du hast Interesse an einem Projekt mitzuarbeiten?

Kontaktiere uns gerne!

Bettina Kessler
Vorsitzende der Fachgruppe
bettina.kessler@pro-kleinwalsertal.att

Kontakt

Gemeinde Mittelberg
Walserstraße 52
6991 Riezlern
ÖSTERREICH
Tel. +43 5517 531 50

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Öffnungszeiten

Mo, Mi, Fr 
07:30-12:00
Di, Do 
07:30-12:00 und 13:30-16:00
Sa, So 
geschlossen

Außerhalb der Öffnungszeiten sind Termine nach Vereinbarung möglich.

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