e5 Gemeinde Mittelberg

Drei von fünf „e“ für die Gemeinde Mittelberg

„e3“-Auszeichnung für Gemeinde Mittelberg (von links): Markus Leitgeb, Gregor Sellner (Energieinstitut Vorarlberg), Markus Rief, Florian Jochum (Energieinstitut Vorarlberg), Bürgermeister Andi Haid, Marco Heim, Florian Gmeiner, Peter Lorenz und Landesrat Christian Gantner. (Foto: Matthias Rhomberg)
„e3“-Auszeichnung für Gemeinde Mittelberg (von links): Markus Leitgeb, Gregor Sellner (Energieinstitut Vorarlberg), Markus Rief, Florian Jochum (Energieinstitut Vorarlberg), Bürgermeister Andi Haid, Marco Heim, Florian Gmeiner, Peter Lorenz und Landesrat Christian Gantner. (Foto: Matthias Rhomberg)

Seit über 20 Jahren gibt es in Vorarlberg des e5-Landesprogramm. Dabei wird gezielt an Projekten zur Zielerreichung der Energieautonomie des „Ländles“ gearbeitet. Viele Gemeinden engagieren sich über das übliche Maß hinaus in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz. Daraus resultierten und resultieren unterschiedlichste, für viele nachahmenswerte Projekte. So auch in der Gemeinde Mittelberg, die seit Herbst 2015 nach einem einstimmigen Gemeindevertretungsbeschluss aktiv in das Programm der e5-Gemeinden eingestiegen ist. In einer ersten Phase wurde damals ein e5-Team gebildet, das für die Umsetzung des e5-Programmes in der Gemeinde verantwortlich ist. Unterstützt und begleitet von einem e5-Berater galt es zuerst, den Ist-Zustand zu analysieren und die Möglichkeiten einer verbesserten Energienutzung in der Gemeinde zu klären. Daraus resultierte ein energiepolitisches Arbeitsprogramm – die Grundlage für alle Gemeindeprojekte. Denn sämtliche Entscheidungen der Gemeinde müssen als e5-Gemeinde „in Hinblick auf die Energieeffizienz und die Klimawandelanpassung getroffen werden“, erklärt Bürgermeister Andi Haid. Nach nunmehr 4 Mitgliedsjahren im e5-Landesprogramm erfolgte für die Gemeinde Mittelberg erstmals eine Auditierung: Eine unabhängige Kommission nimmt dabei eine Bewertung der energiepolitischen Maßnahmen und Projekte vor. Je nach Umsetzungsgrad der Energieeffizienzmaßnahmen gibt es ein bis fünf „e“ als Auszeichnung. Für die Erstauditierung der Gemeinde Mittelberg fiel das Ergebnis besonders erfreulich aus. Schaffte man doch 52 Prozent an Umsetzungsgrad und damit auf Anhieb eine „e3“-Auszeichnung. Fünf „e“ wäre die Höchstauditierung. Alle 4 Jahre erfolgt eine Neuüberprüfung.

Highlightprojekt Walserbus

In der Fachhochschule Dornbirn konnte das Kleinwalsertaler e5-Team mit dessen Leiter Mag. Florian Gmeiner und Bürgermeister Andi Haid an der Spitze gemeinsam mit 11 anderen Vorarlberger Gemeinden die Auszeichnung in Empfang nehmen. Die sehr positive Bewertung der Kommission stützt sich auf den Blick von 6 Handlungsfeldern: Darunter die Entwicklungsplanung und Raumordnung, die kommunalen Gebäude und Anlagen sowie die Ver- und Entsorgung in Sachen Energie, Wasser, Abwasser, Abfall. Zudem die Bereiche der Mobilität, der internen Organisation und der Kommunikation, Kooperation plus Bewusstseinsbildung in Sachen Energieeffizienz. Als Highlightprojekt punktet man im Tal mit dem Walserbus. Die „sehr hohe Qualität des öffentlichen Personennahverkehrs“ wird als eine der Stärken der Gemeinde hervorgehoben. Die Aktionen „Walserbus fahren lohnt sich“ überzeugten ebenso wie etwa die energetische Umsetzung bei der Generalsanierung des Schulzentrum Riezlern und dem Neu- und Umbau der Stützpunkte der Feuerwehr und der Bergrettung Riezlern. Aber auch die Beleuchtungserneuerung auf LED in der Werkstatt-Bauhof und der Turnhalle Hirschegg sowie der Start für die Umsetzung einer LED-Straßenbeleuchtung überzeugten. Kleinere Projekte, wie etwa eine große Fahrradaktion im Riezler Kurpark fanden ebenso Anklang. Genauso wie die Anschaffung einer E-Ladestation für Fahrräder beim Gemeindeamt, die Erstellung des Radroutenkonzept Kleinwalsertal oder auch ein Fotomarathon zum Thema Energie und Klima. Ausruhen kann man sich freilich nicht auf der „e3“-Auszeichnung. Die Arbeit geht jetzt munter weiter. So wird im kommenden Jahr das „Energieleitbild Kleinwalsertal“ ausgearbeitet. Forciert werden soll im Tal der Ausstieg aus Heizen mit Öl, vorbildhaft mit Gemeindegebäuden wie etwa der Volksschule Mittelberg. Ein weiterer Ausbau des Fernwärmenetzes durch die Bioenergie Kleinwalsertal, deren größter Gesellschafter die Gemeinde Mittelberg ist, wird ebenso angestrebt. Gemeinsam mit der EVK tüftelt man am Ausbau eines Netzes von E-Ladestationen und auch das Radwegekonzept wird weiter forciert. Weitere Zielsetzungen: Die Optimierung des ÖPNV inklusive der Umstellung „weg von fossilen Treibstoffen“, so Bürgermeister Andi Haid. Gespräche in Sachen Verkehrsplanung laufen bereits mit den Oberallgäuer Nachbargemeinden sowie mit dem Landkreis Oberallgäu. Im Tal selber soll die Reduzierung der sogar das Verbot von Plastik gezielt thematisiert und die gesamte Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt werden.

Benchmarking mit anderen Gemeinden "extrem gut"

Bei allen Prozessen zu Energieeffizienzmaßnahmen ist man dabei nicht alleine. Denn durch die Teilnahme am e5-Landesprogramm gibt es regelmäßige Netzwerktreffe mit anderen Gemeinden, informative e5-Exkursionen, die Teilnahme an Fortbildungen und die Unterstützung für eine strukturierte und zielorientierte Arbeit. Inklusive Öffentlichkeitsarbeit, Werbemittel und Bürgeraktionen. Die Erstellung eines Online-Energieberichts gehört dazu und der Vergleich mit anderen Gemeinden erwünscht und wichtig. Bürgermeister Andi Haid: „Das Benchmarking mit anderen Gemeinden ist für uns extrem gut.“ - ös -

  • Die Gemeinde

    Die politische Gemeinde Mittelberg im Kleinwalsertal umfasst die Ortschaften Riezlern, Hirschegg und Mittelberg. Das Kleinwalsertal gehört zu Vorarlberg und ist dem Verwaltungsbezirk Bregenz zugeordnet.  
  • Kontakt

    Gemeinde Mittelberg Walserstraße 52 6991 Riezlern
  • Öffnungszeiten

    Das Gemeindeamt befindet sich im Ortszentrum von Riezlern. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 7:30 bis 12:00 Uhr und Montag, Dienstag, Donnerstag von 13:30 bis 16:00 Uhr. Terminvereinbarung außerhalb der Öffnungszeiten möglich.
  • Login der Gemeindemandatare

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