Die Kirchen und Kapellen

Kirche St. Jodok Mittelberg

Schon bald nach ihrer Einwanderung haben die Walser in Mittelberg eine Kapelle erbaut. Ebenso waren sie darum bemüht, von ihrer Mutterpfarre in Fischen im Allgäu losgelöst zu werden, um eine selbständige Pfarrei zu werden. Die arabischen Zahlen welche an der Kirche (1302 oder 1502?) und am mächtigen 66 m hohen Kirchturm (1371, 1374 oder 1571, 1574?) angebracht sind, bilden immer wieder Grundlage zu Spekulationen und Diskussionen. Bisher wurde die Zahl 1302 als Grundstein für den Bau der Kirche gesehen, was unter Historikern und Wissenschaftlern allerdings bezweifelt wird.

Die Maße des Turmes: das Mauerwerk ist 33 m hoch, der Umfang ist ebenfalls 33 m. Am Fundament ist die Mauerstärke 2 1/2 m, nimmt allmählich ab und ist oben noch 1 m. Der Helm mit dem Kreuz sind ebenfalls 33 m hoch. Dieser so schön gemauerte Turm macht den "Alten" auch heute noch alle Ehre und ist zu einem wirklichen Wahrzeichen geworden. Im 4. Stockwerk ist die Jahreszahl 1374 angebracht und im 5. Stock ist ein Fußabdruck eines Maurers oder Handlangers. Im 6. Stock ist die Turmuhr, sie trägt die Jahreszahl 1802. Im siebten Stockwerk sind die Glocken.

Im Jahr 1391 wurde Mittelberg zur eigenständigen Pfarrei erhoben und bekam einen eigenen Friedhof. Die Kapelle, sie wurde neu gebaut, ist bereits am 7. Oktober 1390 geweiht worden.

Im Laufe der Jahre wurde diese aber zu klein und so wurde 1460 mit dem Bau der neuen Kirche in Mittelberg begonnen. Sie wurde im gotischen Stil errichtet und 1463 mit den drei Altären geweiht. Zum Schutzpatron der Kirche wurde Sankt Jodok erwählt.

Der Chor weist in seinem Grundriß fünf Seiten des Achteckes auf, ist aber um eine Polygonseite, deren jede 2,94 m mißt, gegen den Chorbogen verlängert. Die innere Chorweite betrug 7,28 m, das Langhaus der Kirche war 14,70 m lang, also genau fünf mal so lang, wie eine Polygonseite im Chor. 1546 wurde die erste mechanische Turmuhr erstellt und 1570 wurde auf dem Kirchplatz in Mittelberg eine große Glocke gegossen. 1618 kam das in Kempten gegossene ”Gingele”, die Engelglocke, dazu. Im Jahre 1634/35 wütete hier im Tal die Pest und infolge eines Gelübdes wurde der vierte Altar, der Sebastians- oder Pestaltar erbaut. Bei der Restaurierung der Kirche im Jahre 1990 fand man im Kirchenfußboden zwei Skelette von Franziskaner Pater aus Füssen, die zur Aushilfe hier waren. 1670 wurde eine 3. Glocke, die ”Bengen” und eine kleine Karfreitagsglocke angeschafft. 1675 wurde das Satteldach auf dem Kirchturm durch den über 30 m hohen Helm ersetzt.

Am 29. Dezember 1693 ging vom Heuberg eine Lawine nieder, zerstörte das Pfarrhaus und drang bis zum Sebastianaltar in die Kirche hinein und eine Tanne verschob diesen.Die Kirche wurde restauriert, das Langhaus barockisiert und um 7 m verlängert und eine Empore errichtet.
Ein Hauptportal wurde nicht gebaut, da ja die Lawinengefahr bestand und die Wand wurde einfach zugemauert. Erst nach dem Bau der Lourdeskapelle, sie wurde vom Walser Baumeister Friedrich Mathies gestiftet, wurde wieder der Haupteingang errichtet. Mit diesem Umbau verlor die Kirche den gotischen Charakter, denn die schönen Gewölbe wurden erniedrigt. Die Decke war bei der gotischen Kirche aus Holz, wurde beim Anbau aber in Kalk mit Stukkaturarbeit ausgeführt.
Im Sommer 1896 wurde die Kirche von Engelbert Luger aus Dornbirn ausgemalt.

Die Innenausstattung der Kirche in Mittelberg:

Der Hochaltar stammt aus der alten Kirche von Riezlern. Der früher rein barocke Altar mit der Jahreszahl 1706 kam 1841 in die Armenhauskapelle nach Mittelberg und dann in die Pfarrkirche. Die großen Bogen und Ornamente wurden dazugebaut. Die alten, neuromanischen Altäre wurden entfernt.

Die Mittelberger Pfarrkirche erhielt bereits 1802 eine Orgel mit 8 Registern, welche heute in der St. Martins Kirche in Baad steht. 1886 dann eine neue mit 12 Registern aus der Werkstatt des Meisters Anton Behmann aus Schwarzach/Vlbg.

Im Jahre 1495 erhielt die Pfarrei das neue Taufbecken. Es ist ein Geschenk von Erzherzog Sigismund aus Tirol. Das Becken ist aus Rettenberger Sandstein, trägt die Jahrzahl 1495, die Zeichen der vier Evangelisten, die Bilder des hl. Jodokus und der hl. Katharina. Zwei Wappen, der Österreichische Bindeschild und  das Sächsische Wappen mit Raute schmücken das Kunstwerk. Bei einem Erdbeben anno 1880 ist der schadhafte Fuß zersprungen und wurde erneuert.

Am 12.Mai 1902 wurde eine neue Kommunionbank erstellt. Sie war gestiftet von den Kindern des Gedeon Fritz zum Gedenken ihrer verstorbenen Mutter M. Katharina Müller. Ende 1903 wurden neue Kirchenstühle erstellt von den Schoppernauern E. Moosbrugger und Kaspar Felder.

Die Fresken in der Kirche:

Ab dem Jahre 1970 wurde mit der Innenrenovierung der Kirche begonnen und 1990 abgeschlossen. Dabei wurden die spätgotischen Fresken aus den Jahren 1470/71 unter dem Verputz entdeckt und freigelegt. Sie stellen den Leidensweg dar.
Im Rondell an der Decke sehen wir den Kirchenpatron, den hl. Jodok und den Patron der Walser, den Heiligen Theodul.

Kirche Maria Opferung Riezlern

Bereits im Jahr 1471 bauten die Riezler eine Kapelle, welche 1491 verändert wurde. Drei Altäre wurden aufgestellt und ein Friedhof  errichtet. Am 13. August 1493 war die Konsekration, d.h. die heilige Messe durfte gefeiert werden und die Toten konnten in Riezlern der geweihten Erde übergeben werden. An die Mutterkirche Oberstdorf mußte weiterhin der volle Zehent entrichtet werden. Eine zeitgenössische Handschrift berichtet: "Aber man trug auch diese Lasten in der freudigen Genugtuung, wenigstens nicht mehr in Oberstdorf draußen begraben sein zu müssen".

Am 21. Oktober (St. Ursulatag) 1508 war es dann soweit und Riezlern wurde von Oberstdorf gelöst. Nach zwei Kaplänen (Thomas Rott und Lukas Hueber), wurde Johannes Vogler als erster Pfarrer in Riezlern eingesetzt, der junge Pfarrbereich umfaßte etwa 200 Kommunikanten. Die Zahl der Kirchenbesucher steigerte sich in der Folgezeit aber sehr, denn immer mehr Leute der nahegelegenen Parzellen Zwerwald, Seite, Egg, Inner- und Außerschwende gingen zum Gottesdienst nach Riezlern um den weiten Weg nach Mittelberg zu vermeiden. Erweiterungen der Kirche erfolgten in den Jahren 1684 und 1720. Erweiterungen der Kirche waren immer wieder notwendig, was auch in den Jahren 1684 und 1720 geschah. 1820 wurde die Pfarrei Riezlern von der Diözese Augsburg abgetrennt und gemeinsam mit den früher konstanzischen Pfarreien Mittelberg und Hirschegg kamen diese zur Diözese Brixen.

Durch die steigende Zahl der Pfarreimitglieder und  die "Verunstaltung" der Kirche durch mehrere Um- und Anbauten, kam bald der Gedanke zum Bau einer neuen Kirche.

Hw. Herr Anton Müller, gebürtig aus Riezlern, Pfarrer in Satteins, stiftete zu diesem Zwecke ein größeres Kapital. Die Mehrzahl der im Mai 1882 eingeladenen Bürger stimmten für den Neubau einer Kirche. Sammlungen wurden vorgenommen, die kirchlichen und politischen Genehmigungen eingeholt. Die Pläne für den Neubau lieferte der Architekt Johann Mayer von Luzern.

Am 30. Juni 1889 begann der Baumeister Wilhelm Hagspiel aus Oberstdorf mit den ersten Arbeiten.

Weitere Daten, die wir zum Bau verzeichnet finden:
14.07.1889 - Umbettung von ca. 100 Leichen in den neuen Friedhof
14.10.1889 - Letzter Gottesdienst in der alten Kirche
20.10.1889 - Erstes Amt und Predigt in der Notkirche
25.10.1889 - Der Turm ist (Zwiebelturm) "umgefellt" worden
noch 1889 - Fundamente gemacht
April 1890 - Beginn der Maurerarbeiten
25.06.1891 - Dachstuhl auf Kirchenschiff
12.08.1891 - "Kreuz und Knopf" auf neuen Kirchturm
15.10.1891 - 1. Glockengeläut im neuen Turm
19.11.1891 - 1. Meßopfer in der neuen Kirche, vorher benediziert v. Pfarrer Dressel
1892 / 93  - Innenausbau wie: Bet-, Chor- und Beichtstühle, Seitenaltäre, die Orgel, Kirchenfenster, sowie Innen- und Außenputz.

Die neue Kirche war 1894 fertig und am 12. Juni 1894 war die feierliche Weihe der Katholischen Pfarrkirche ”Mariä Opferung” Riezlern, durch Hochw. Herrn Generalvikar Dr. Johann Zobel aus Feldkirch, mit insgesamt zehn Geistlichen Herren.

Im Laufe der über 100 Jahre, die diese Kirche nun steht, wurden aber verschiedene bedeutende Arbeiten durchgeführt. So entstanden in den Jahren 1903 und 1904 die Fresken durch Kunstmaler Prof. Martin von Feuerstein, und unter Pfarrer Längle wurde 1923 der Altar neu gebaut. Von 1965 bis 1983 wurde unter Pfarrer Adolf Schandl eine Innenrestaurierung und ab 1989 unter Pfarrer, Hw.H. Konrad Natter die Außenrenovierung vollendet.

Die Kirche hat ein neuromanisches Langhaus mit Rundbogenfenstern, mit leicht vorspringendem Querschiff und eine halbkreisförmige Chorapsis unter einem Satteldach mit Glockentürmchen und Spitzhelm. Die Richtung der Kirche nach Nordwesten ist entgegen der sonst üblichen Ostung, sie wurde aber von der früheren Kirche übernommen und auch bedingt durch die vorbeiführende Straße. Der Turm (46 m hoch) ist über dem Hauptportal aufgebaut.

Innenausstattung der Kirche ”Mariä Opferung” in Riezlern

Die Eingangshalle ist als Kriegergedächtnisstätte gestaltet. Der Kirchenraum hat eine überreiche Ausmalung, die in den Jahren 1903 und 1904 von Martin Feurstein aus München und seinen Schülern der Meisterklasse Theodor Baierl, Franz Xaver Dietrich und Georg Kau geschaffen wurde.

Der Hochaltar hat einen neuromanischen Aufbau mit Stufengiebel und stammt von Alois Reich aus Bregenz, das Altarbild ”Mariä Opferung” wurde vom akad. Maler Josef Reich aus Bizau/Wien gemalt.
Links ist eine Statue des St. Ludwig, rechts St. Theodul, der Walserpatron. Die Seitenaltäre sind: links der ”Herz-Jesu-Altar”, rechts der ”Hl. Josef-Altar”.

Auf der linken Seite im Langhaus ist eine Kanzel mit den Evangelisten, auf dem Schalldeckel die Figur Christus als Lehrer, von Alois Reich.

Die Kirche hat zwei Emporen, auf der oberen befindet sich die Orgel.
Schon in der alten Pfarrkirche war um ca. 1815 ein Orgelpositiv mit 4 Registern auf der Empore an der evangelienseitigen Wand im Presbyterium aufgestellt. 1891 baute die Firma Anton Behmann aus Schwarzach in die neue Kirche auch die neue Orgel mit 15 Registern, 2 Manualen und Pedal. 1963 wurde diese unter Bewahrung der wertvollen Teile von der Firma Guido Nenninger aus München umgebaut. Von 1998 bis 1999 wurde die Orgel wieder in den ursprünglichen Zustand zurückgebaut.

Die ersten Glocken für die alte Kirche Riezlern wurden bereits 1523 in Biberach gegossen, dann folgten die Glocken aus Feldkirch im Jahre 1865. Diese wurden auch in den neuen Turm anno 1891 übernommen. Im ersten Weltkrieg mußten sie abgeliefert werden und erst 1922 riefen wieder neue zum Gebet. Im Oktober 1926 wurde im Glockenturm Riezlern ein elektrisches Läutewerk eingerichtet.
Bis auf die Muttergottesglocke wurden auch diese wiederum eingezogen und im März 1949 wurden die jetzigen 6 Stahlglocken geweiht. Sie wurden vom Bochumer Verein gegossen, haben ein Gesamtgewicht von 12.236 kg und erklingen in den Tönen h-d-e-fis-a-h.

Die alte Turmuhr wurde ebenfalls 1891 in den neuen Kirchturm gestellt, 1923 durch eine mechanische ersetzt und seit 1973 wird sie durch ein elektrisches Werk betrieben.

Kirche St. Anna Hirschegg

Hirschegg gehörte ursprünglich zur Pfarrei Mittelberg, wurde am 11. Januar 1744 eine Kaplanei und ist seit dem 6. Oktober 1792 eine eigene Pfarrei.

Die erste Niederlassung von Bewohnern des Ortes Hirschegg war im Leidtobel und im Dürenboden, also an der damaligen Straße. Dies entnehmen wir aus gestifteten Jahrtagen der Jahre 1472 und 1499. In letzterem stellt Anna Schnetzerin als Unterpfand dafür ”...vallzins uß von ab minem gut, gelegen am hierßegg, daruff dz Bild statt.”

Als ”Bild” wurde ein Bildstöckle oder auch eine Kapelle genannt, also stand bereits 1499 in Hirschegg eine Gebetsstätte.

1570 wurde bei der ”St. Anna-Kapelle” eine kleine Glocke gegossen. 1639 ist vom ganzen Gericht ein jährlicher Kreuzgang am Annatag (Prozession nach Hirschegg) beschlossen worden, ”wie vor alten Zeiten, da man ihn aufgenommen hat.” 1662 wurde in der Kapelle ein "Getäfel" angebracht und 1767 ein neuer Turm mit einer neuen Glocke erstellt.

Bau der Kirche.

1792 war Hirschegg zur eigenen Pfarrei erhoben worden und schon bald kam der Wunsch nach einer eigenen und vor allem größeren Kirche. Die Pläne wurden der Pfarrei vorgestellt und die Maße des Kirchengebäudes waren: Breite 38 Schuh, Länge 83 Schuh und Höhe 24 Schuh. Als Baumeister wurde Josef Zengerle aus Hirschau, Gemeinde Schnepfau gewählt, welcher schon 14 Kirchen gebaut hatte.

Ab 1803 sammelten der Hirschegger Pfarrer und der Helgenpfleger Material zum Kirchenbau. Die Kapelle wurde 1804 abgetragen und an der gleichen Stelle mit dem Bau der neuen Kirche begonnen.

Die Grundsteinlegung war am 25. Mai 1804 und bereits am 12. November 1805 war die Einweihung. Konsekration der Kirche und Altäre war am 14. August 1806 durch den Weihbischof aus Konstanz.

Die Kirche ist ohne bestimmten Stil mit stark gedrücktem Chorbogen und flacher Decke gebaut. Das Langhaus hat vier Flachbogenfenster, die Eingangshalle ist ein steingehauenes Rundbogenportal. Der Turm mit Giebelspitzhelm ist 32 m hoch.

Die Innenausstattung der Kirche in Hirschegg:

Altäre:
Der Hochaltar hat einen neuromanischen Viersäulenaufbau mit seitlichen Badachinen und wurde 1864 von Gottlieb Riezler erstellt. Er wurde zur Ehre der Hl. Mutter Anna, der Schutzpatronin des Gotteshauses geweiht und zeigt die Hl. Anna und Joachim, wie sie Maria lehren und stammt von Paul Deschwanden. Der Seitenaltar auf der Evangelienseite (links) zeigt die schmerzhafte Mutter Maria, der rechte auf der Epistelseite den Hl. Erzengel Michael.

Die Fresken:
Im Chorgewölbe sind das Abendmahl und der Tempelgang Mariens, beide von Johann Kärle (1885); am Chorbogen die Verkündigung Mariens, im Langhaus die Himmelfahrt Mariens, beide von Xaver Dietrich (1907). Über der Empore sehen wir die hl. Cäcilia, in den Eckmedaillons vier Kirchenväter und an der Emporendecke Moses und der brennende Dornbusch, alle von Franz Xaver Dietrich (1907). Engelbert Luger hat die Dekorationsmalerei (1907) gemacht.

Die Hirschegger Pfarrkirche erhielt 1836 eine Orgel, sie hatte 13 Register und 808 Pfeifen. Gebaut wurde sie von Remig Haser, Orgelmacher in Immenstadt, 1886 wurde sie von Behmann aus Schwarzach umgearbeitet.

Kuratienkirche St. Martin in Baad

Laut Aufzeichnungen im ”Der Mittelberg” von Fink-Klenze, war der Mittelberger Ortsteil Baad schon früh ganzjährig besiedelt. Den Namen ”Bad”, ”bim Bad” und später ”Baad” erhielt der Ortsteil von einer bereits im Jahr 1434 genannten Schwefelquelle, welche zum Baden benutzt wurde, aber um 1850 durch einen Erdrutsch versiegte.

Ein Dutzend Baader Familien ermöglichten im Jahr 1636 den Bau einer Kapelle, in der seit 1650 die heilige Messe gelesen wurde. Die Einweihung der Kapelle war am 28. April 1663, die Kaplanei Baad wurde am  14. Januar 1711 genehmigt. Die Baader ermöglichten ihre eigene Seelsorge dadurch, dass sie aus einem Zinsertrag aus ihren Güter und Alpen den Unterhalt eines Geistlichen ermöglichten und 1714 ein eigenes Kurathaus erbauten. Die Kapelle wurde 1738 und 1767 erweitert.

Hochw. Herr Kaplan Thomas Amman, von Düns, kam 1849 als Neupriester nach Baad und hat sich um den Neubau der jetzigen Kirche im Jahr 1851 tatkräftig eingesetzt. Das alte Kirchlein stand "200 Schritte" nordwestlich vom Kaplanhaus, bzw. ca 100 m oberhalb des jetzigen Kirchplatzes entfernt. Wind und Wetter hatten dem dürftigen Bau innerhalb 200 Jahren stark zugesetzt, zweimal war ein Anbau erfolgt und einmal hat eine Lawine den Dachstuhl samt Glöcklein weggerissen. Eine Vergrößerung und Platzverlegung wegen Lawinengefahr schien erforderlich.

Die Baader begannen sofort mit der Herschaffung des Materials auf den heutigen Standort. Der Neubau schritt unter der Leitung des Baumeisters Johann Häusle rasch vorwärts und bereits am 14. Oktober 1851 wurde die neue geräumige St. Martinskirche eingesegnet, die Einweihung war am 21. Juni 1855. Das Kirchlein in Baad wurde 1905 und 1971/72 restauriert.

Die Kapelle hat ein gesüdetes Langhaus, drei Rundbogenfenster, einen eingezogenen Chor unter gemeinsamem Satteldach mit einem Zwiebelglockenturm über dem Chor. Die Fassade ist durch Halbkreis- und Kreisfenster gegliedert und der flachgedekte Eingangsraum hat ein Walmdach.

Innenausstattung:

Die Fresken im Chor zeigen das Lamm Gottes mit vier Evangelistensymbolen, im Langhaus ist das Namenszeichen Mariens mit Symbolen aus der Lauretanischen Litanei, von Engelbert Luger (1905).
Der Hochaltar hat einen klassizistischen Zweisäulenaufbau mit dem Gemälde des Hl. Martin (von Bobleter) und den Figuren Hl. Theodul (links) und Hl. Barbara (rechts), sie stammen noch vom alten Altar um 1670. Die Seitenaltäre haben einen Zweisäulenaufbau, der linke mit dem Gemälde Immaculata, der rechte mit dem Hl. Wendelin, beide von M.P. Deschwanden. In die Altäre wurden Reliquien von den Märtyrern Prosperus, Liricius und Calepodia eingeschlossen. Die drei neuen Altäre schuf der kunstfertige einheimische Schreiner Gottlieb Riezler (”Ulrikesabuab” von Hirschegg).

Die Orgel stammt von Josef Anton Haaser (1802) und wurde 1886 aus Mittelberg angekauft.

In früheren Jahren war der 11. November - ”Martini” - immer der große Feiertag der Baader. Das Patrozinium zog jährlich viele Besucher aus dem ganzen Tal an diesem Tag nach Baad, war es doch die Gelegenheit zum "Hängert", zum Martini-Tanz und stets war auch ein Preis-Schafkopfen angesagt.

Evangelische Kreuzkirche Hirschegg

Die evangelischen Glaubensbrüder hatten einen schweren Weg, bis sie bei den streng katholischen Walsern akzeptiert wurden.

Im Buch "Der Mittelberg" aus dem Jahre 1891, finden wir die älteste Aufzeichnung die da lautet: "Am 17. April 1852 hat Susanne Vogel, Gerbermeisterin von Leutkirch aus dem Württembergischen, jetzt wohnhaft in Hirschegg, Hintersäß (weil sie Evangelisch war) das katholische Glaubensbekenntnis abgelegt. Ihr Mann Abraham Vogel legte einstweilen solches nicht ab, aber zwei Kinder sind bei der Geburt schon Christkatholisch getauft worden. Es muß noch bemerkt werden, daß von der obigen Susanne auch 5 Geschwisterte das christkatholische Glaubensbekenntnis ablegten."

Als nächsten Vermerk finden wir dann in Berichten, daß in der Klinik Dr. Backer in Riezlern - Schwende, bereits im Jahre 1925 für die dortigen Patienten evangelische Gottesdienste abgehalten wurden. Seit dem Jahr 1933 finden sich im Amtsblatt der Gemeinde Mittelberg  Anzeigen und Mitteilungen über die Haltung von Gottesdiensten, welche von Riezlern bis Mittelberg an den verschiedensten Orten stattfanden.

Es war natürlich ein großer Wunsch, einen fixen Standpunkt für die Gottesdienste zu erhalten und so kam es am 29. September 1949 im "Alpina" in Hirschegg zur Gründung des Evang. Kirchbauvereins.

In Hirschegg konnte ein Grundstück erworben werden, die Pläne zum Bau einer Kirche von Architekt Gustav Gsaenger aus München waren fertig und am 9. Juni 1952 war der erste Spatenstich, am 20. Juli 1952 die Grundsteinlegung. Der Bau schritt unter der Bauleitung von Architekt Horle schnell voran und bereits am 23. August 1952 war das Richtfest.

Die feierliche Weihe des Gotteshauses fand am 19. Juli 1953 statt.

Der Zentralbau unter einem Walmdach hat einen eiförmigem Grundriss. Östlich ist ein Turm mit Kegeldach und eine niedrige Sakristei und Vorhalle unter einem Pultdach angebaut. Im Untergeschoß ist eine Vorhalle und Gemeinderaum, im Erdgeschoß der Betraum mit Sakristei und Vorhalle. Der Innenraum hat eine flache Holzbalkendecke, über dem Altar sind ein Kruzifix und zwei Engel von Bildhauer Andreas Schwarzkopf. Die Emporenbrüstung zeigt Gemälde mit Evangelistensymbolen von Angela Gsaenger. Die Orgel stammt aus der Werkstatt Fa. Ott.

Im Jahre 1963 fand ein Kirchenanbau statt und die Pfarrhäuser wurden errichtet.

Mehr Information zur Evangelischen Kreuzkirche finden Sie hier.

Kapellen im Kleinwalsertal

Lourdeskapelle Mittelberg

Diese direkt neben der Pfarrkirche Mittelberg stehende Kapelle ist eine Stiftung des Baumeisters Friedrich Mathies (1838 - 1900), die in den Jahren 1896/97 erbaut wurde. Als gelernter Schlosser geriet Friedrich Mathies in jungen Jahren auf seiner Wanderschaft in die Schweiz und dann nach Wien. Wien wurde durch ein Vierteljahrhundert seine Wirkungsstätte: anfänglich als Mitteilhaber seines Bruders Leo's Großmeierei, anno 1877 als Grund- und Hausbesitzer in Kasten bei Wien. Dort schwang sich der unternehmungsfreudige Friedrich zum Baumeister auf, baute in Erkenntnis der Wiener Wohnungsnot drei Stockzinshäuser und außerdem die bekannte, aus sechs Villen bestehende Ottaganlage, die er aus eigener Initiative erstehen ließ. Aber auch in seinem Geburtsort Mittelberg hat er sich mit der Stiftung der Loretto - Kapelle, deren Bau er im Sommer 1897 selbst leitete, ein schönes Denkmal seiner Heimatanhänglichkeit gesetzt.

Die Kapelle ist ein Rechteckbau unter Satteldach mit Glockendachreiter über der stark plastisch gebilderter Giebelfassade. Der tonnengewölbte Raum mit eingezogenem 5/8-Chor zeigt Glasgemälde bez. W.Danneboom.

Die Lourdeskapelle in Mittelberg wurde im Jahr 1981/82 mit Spenden aus der Bevölkerung und Zuschüssen der Vlbg. Landesregierung, der Bischöflichen Finanzkammer u.a. mit einem Kostenaufwand von rund DM 50.000,- restauriert. Die Organisation und Überwachung der Arbeiten oblag dem Architekt Dipl.Ing. Herbert Probst aus Riezlern.

Kriegerdenkmal - Kapelle in Hirschegg

Sie wurde 1935 nach den Plänen von Willy Huber aus Oberstdorf auf einer Anhöhe neben der Pfarrkirche erbaut. Es ist ein Rechteckbau mit Satteldach und einer Rundbogenöffnung gegen Osten. Im tonnengewölbten Raum sind zwei Soldatenfiguren aus Holz, geschnitzt von Wilhelm Math aus Oberstdorf.

"Bruder Klaus-Kapelle" in Hirschegg - Wäldele

Anlässlich der Taufe von Klaus Riezler kam im Jahr 1944 der Wunsch nach einer eigenen Kapelle im Wäldele auf. H.H. Pfarrer Friedrich Bachmann, der ein großer Anhänger des Hl. Bruder Klaus war, konnte als erstes Gallus Riezler und Meinrad Kessler für den Bau des heutigen Wahrzeichens vom "Wäldele" begeistern.

Meinrad Kessler gab den Grund und Boden, machte sich um den Bau verdient und war auch der weitere Betreuer dieses "Heiligtum`s". Zimmermeister Otto Schneider erstellte  den Plan und in Gemeinschaftsarbeit aller "Wäldiger" entstand der Bau. Die Bauern von Unter- und Oberwäldele haben das erforderliche Holz beigesteuert. Im Herbst 1949 wurden die Fundamente herausgemauert und in der Zeit vom 29. Juli bis 8. September 1950 der Bau, völlig in Holz gestrickt, vollendet.

Die Kapelle ist ein rechteckiger Holzbau mit Satteldach und Glockendachreiter. Der Kunstmaler Leopold Scheel aus Feldkirch fertigte das herrliche Altarbild, Kopie nach Deschwanden, welches den ”Heiligen Nikolaus von der Flüe" darstellt. Eine 170 Pfund schwere Glocke, gestiftet von Peter Meusburger und Hans Pühringer wurde in Kempten gegossen und ruft vom Kirchtürmchen die Gläubigen zum frommen Gebete.

Am 26. Dezember 1950 nahm H.H. Pfarrer Österle von Riezlern, über bischöflichen Auftrag, assistiert von H.H. Pfarrer Bachmann aus Hirschegg und Kaplan Reinhold Simma aus Riezlern die Weihe der Kapelle und des Altarbildes vor.

Die "Bruder Klaus - Kapelle" in Hirschegg - Wäldele, ist in den letzten 40 Jahren zu einer beliebten Gebetsstätte geworden. Im Oktober 1976 erhielt die Bruder-Klaus-Kapelle eine neue Madonnenfigur, von Andreas Pretzl aus Riezlern geschnitzt.

Kapelle ”Mariahilf” in Hirschegg - Leidtobel

Direkt an der ehemaligen Straßenverbindung von Riezlern nach Hirschegg, gleich nach der gedeckten Leidtobelbrücke, stand bereits 1730 ein Bildstock, bzw. eine Kapelle. Diese war schon recht baufällig und der damalige Kirchenpfleger in Hirschegg, Franz Leo Mathies, ließ 1891/92 als Hauptstifter nebenan die neue Leidtobelkapelle erbauen

Der Neubau (1891/92) ist ein Rechteckbau unter einem Satteldach, Glockendachreiter über der Fasade. Gegen Norden ist ein 8eckiger Raum angebaut mit tonnengewölbtem Vorraum, eingezogener Rundbogen zum Zentralraum, mit Zeltdach gedeckt. Die Rundbogenfenster mit Glasgemälde zeigen rechts den hl. Hubertus, links Schutzengel. Der Altartabernakel stammt von den Gebrüdern Bachmann (1913) und in einer Rundbogennische steht die Figur Hl. Maria mit Kind, sie stammt aus dem Allgäu (um 1510), 1919 von J. Reich neu gefaßt.
Weitere Figuren sind: Hl. Josef, hl. Johann Nepomuk E.18.Jh.; Herr im Elend, von E. Riezler, 1920, Bruder Klaus, 20. Jh. und einige neuere Votivbilder.

1919 wurde der Zentralbau erweitert und die Meßlizenz erteilt, am 9. Juni 1919 wurde die Kapelle eingeweiht und die erste hl. Messe gelesen.
1935 erfolgte nochmals eine bedeutende Erweiterung.

Anläßlich des 100-Jahr-Jubiläums anno 1992, konnte die ehrwürdige Kapelle dank vieler Spenden restauriert werden.

”Maria Hilf” - Kapelle in Riezlern, Unterwestegg

In früheren Zeiten stand in Unterwestegg, etwa an der Stelle der jetzigen Kapelle, ein Bildstöckle, an dem die Vorbeiziehenden ein kurzes Gebet verrichteten. Nicht nur Fußgänger machten hier Halt, sondern auch Säumer und Fuhrwerke. Direkt an diesem kleinen Heiligtum führte die Straße vorbei und so mancher betete um eine gute Reise, bzw. dankte für die gesunde und heile Rückkehr.

1796 wurde an die Stelle des Bildstockes eine Kapelle errichtet. Der Bau erfolgte vertraglich mit einer Arbeitsstiftung und 7 Nachbarn aus der "unteren Westig". Sie verpflichteten sich zur Arbeit, aber auch zur künftigen Erhaltung. Im Jahre 1850 erfolgte durch Stiftungen eine Kapitalbildung von 300 Gulden und die jeweils für die Hausnummern zuständigen Personen leisteten den vorgeschriebenen Betrag.

Die Kapelle ist ein Rechteckbau mit eingezogenem Chor unter gemeinsamem Satteldach. Über der Fassade ist ein Glockenturm mit Giebelspitzhelm, nördlich ist die Sakristei angebaut. Der flachgedeckte Betraum hat einen eingezogenen spitzbogigen Chorbogen und einen enbensolchen 5/8 Chor. Langhaus und Chor haben Spitzbogenfenster. Die gerade Empore hat eine Holzbrüstung.
Der Eingang ist ein Rundbogenportal mit Vordach, seitlich sind Weihwasserbecken. Rechts an der Fassade (neben der Türe) ist ein großes Kruzifixus (aus dem Jahr 1680) mit Leidenswerkzeugen.

Weitere Daten zur Kapelle:
1845 wurde das 1. Altärchen eingebaut, 1907 wurde von Pfarrer Julius Längle von Riezlern aus dem Pustertal/Südtirol, ein vom Bildhauer Schindle restaurierter spätgotischer Flügelaltar erworben. Er stammt aus der Zeit um 1520 und wird der berühmten Pacherschule zugeordnet.

Am 13. Juni 1985 wurde auf Anregung von Hw. Herrn Franz Winsauer, Pfarrprovisor in Riezlern ein Kapellenausschuß konstituiert. Dieser zeichnet verantwortlich für den weiteren Bestand und die laufenden Angelegenheiten der Kapelle. Dem rührigen Ausschuß muß großes Lob und ein herzliches "Vergelt's Gott" ausgesprochen werden. Sie haben mit ihrer Arbeit und stetem persönlichem Einsatz zum Erhalt der wunderbaren Kapelle beigetragen !

”Mariendank” - Kapelle in Riezlern - Schwende

Zum Dank dafür, dass das Kleinwalsertal von Kriegsnot verschont blieb, wurde in Riezlern - Schwende diese Kapelle gebaut. Beim Baubeginn im Jahre 1947 kam auch die Erscheinung der Mutter Gottes in Fatima im Jahre 1917, also vor 30 Jahren, in Erinnerung. Hauptinitiator war der damalige Pfarrer von Riezlern, Hw.H. Ferdinand Österle, der Bauplan stammt von Architekt Willi Huber aus Oberstdorf. Der Bau (1947 bis 1950) erfolgte dann mit sehr vielen freiwilligen Helfern, sogar die Ministranten und auch die Schulkinder der Schwende durften mithelfen.
Am 8. Oktober 1950 wurde die Kapelle von Bischof Dr. Paulus Rusch eingeweiht.

Das Kirchlein hat eine Länge von 14,00 m, die Innenhöhe ist 4,20 m, die Außenbreite ist 6,80 m und der Turm hat eine Höhe von 10,80 m.
Es ist ein gewesteter Rechteckbau mit eingezogenem Chor unter einem Satteldach. Der Treppenturm mit Glockenaufbau hat eine Zwiebelhaube. Über dem Rundbogenportal ist ein Vordach. Im Süden am Chor ist die Sakristei unter einem Pultdach angebaut. Der tonnengewölbten Betraum mit Rundbogenfenstern hat einen eingezogenen, rundbogigen Chorbogen und einen eingezogenen, tonnengewölbter Chor mit geradem Abschluß.

Gleich über dem Eingang ist eine Empore mit gerader Brüstung.
Die Fresken in der Kapelle sind von akad. Maler Hubert Berchtold aus Bregenz und zeigen: an der Altarwand die drei Kinder bei der Erscheinung Mariens 1917 in Fatima, am Chorbogen eine Marienkrone mit Engeln und Prophetie von Fatima. Das Halbrelief der Muttergottes, die Wandleuchten und die Bank- und Emporenkerbungen stammen von Herbert Albrecht aus dem Bregenzerwald. Die Glasfenster zeigen Szenen aus dem Marienleben. Altar, Beichtsuhl, Bänke, Türen und die Emporrampe wurden von einheimischen Handwerkern gefertigt.

Im März 1992 bekam die Kapelle eine neue Orgel, Orgelbauer war Siegfried Schmid aus Diepolz im Allgäu.

Kapelle ”Königin vom Sieg” in Mittelberg - Tobel

Sie wurde 1970 erbaut und ist eine Stiftung des Ehepaares Babette und Christa Markus aus Mittelberg.
Es ist ein Rechteckbau unter einem Satteldach mit im SO angebautem Türmchen.
Im Bet- und Altarraum ist eine flache Holzfelderdecke mit Flachbogen zum Altarraum. Am Altar ist eine Figur der Hl. Maria und im Betraum ein Kruzifix, beides von Reinhold Kohl geschnitzt.
Die Weihe der zu Ehren der heiligen Jungfrau erbauten Kapelle war am 27. Oktober 1973.

Leichenhalle in Riezlern

Direkt neben der Pfarrkirche Riezlern wurde 1961 eine Aufbahrungshalle gebaut. Sie hat ein Ausmaß von 30 qm, ist 4 m hoch und ist einer besonderen Lichtwirkung unterworfen. Einerseits sind versetzt kleine Fenster, andererseits ein Lichtband unterhalb der Gewölbedecke. An der Stirnseite ist ein überlebensgroßes Kruzifix, geschnitzt von Walter Pretzl, gegenüber ist ein großes gewölbtes Fenster. Der akad. Maler Hubert Berchtold gestaltete die Darstellung ”der siegende Christus” und die Glasmalereifirma Neueder - Fritz in Obernberg/OÖ machte die Kunstverglasung, d.h. schneiden, brennen und Bleifassung.

Die Einweihung der Leichenhalle Riezlern war am Seelensonntag, 5. November 1961.

Alp-Kapelle Mariendank auf der Zwerenalpe

Aus Dank, daß die Zwerenalpe als einzige Alpe von einer Viehseuche verschont blieb, haben die Bauern etwa im 17. Jahrhundert eine Alpkapelle gebaut. Es drohte der Verfall und so haben die Alpbesitzer und Pächter in den Jahren 1986 und 1987 die Kapelle liebevoll restauriert. Am Sonntag, dem 12. Juli 1987 fand die Einweihung der Alpkapelle auf der Zwerenalpe in Riezlern statt.

Planer und Architekt war Herr Erhard Beck, der auch den Innenausbau gestaltete. Die Muttergottesstatue (eine Nachahmung), das Original haben die Besitzer leihweise dem Walsermuseum in Riezlern überlassen, fand wieder einen würdigen Platz über dem kleinen Altar.
Die Holzarbeiten an der Decke und um das Altarbild wurden sehr geschmackvoll ausgeführt. Neu an der Kapelle ist der kleine Glockenturm, der mit einer weit hörbaren kleinen Glocke versehen wurde.

Kapelle St. Wendelin auf der Amannsalp

Die Amannsalpe liegt auf der ehemals wichtigen Verkehrsverbindung der Walser nach Oberstdorf. Aus der Chronik wissen wir, dass hier im Jahr 1445 ein Wirtshaus stand.

Nachdem die Kapelle in einen schlechten Zustand geriet, entschlossen die Alpbesitzer im Sommer 2003 sie wieder "herzurichten". Am 7. September 2003 segnete Pfarrer Konrad Natter die Kapelle ein und stellte sie unter den Schutz des Hl. Wendelin.

Kapelle zum Hl. Franziskus auf dem Egg

An ausgesuchter Stelle im Bereich des Eberlehofes steht eine relativ neue Kapelle. Die "Stallgemeinschaft" hatte die Idee zu einer gemeinsamen Kapelle auf dem Egg in Riezlern. In unentgeltlicher Gemeinschaftsarbeit konnte die Kapelle am 4. Oktober 2004, dem Gedenktag des Hl. Franziskus von Assisi fertig gestellt werden. Am selben Tag weihten die Geistlichen Konrad Natter, Anton Nenning und Otto Leidner die Kapelle ein.

Kapelle im Klausenwald

In der Riezler Parzelle Klausenwald steht eine Kapelle, die um 1900 von den Familien Hilbrand und Schuster erbaut worden sein soll. Eine Statue der Hl. Jungfrau Maria steht in einer Nische über dem schlichten Altar.

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    Die politische Gemeinde Mittelberg im Kleinwalsertal umfasst die Ortschaften Riezlern, Hirschegg und Mittelberg. Das Kleinwalsertal gehört zu Vorarlberg und ist dem Verwaltungsbezirk Bregenz zugeordnet.
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